Über mich

Meine Arbeit beginnt dort, wo ein Gedanke eine Intensität erreicht, die wahrnehmbar wird.
Er verlangt nach Manifestation, ohne seine Form bereits festzulegen.
Manches tritt zurück, bleibt liegen und kehrt später an anderer Stelle wieder – oft intensiver und in einer anderen Gestalt.

Ich arbeite mit Zielen und Konzepten, aber ohne die Form vorwegzunehmen.
Ein Projekt kann lange liegen, sich in Etappen entfalten oder durch andere Arbeiten unterbrochen werden.
Planung dient dabei nicht der Steuerung des Ergebnisses, sondern der Öffnung eines Rahmens, in dem sich Wahrnehmung konkretisieren kann.

Mich interessieren Situationen, in denen vertraute Strukturen brüchig werden:
Momente, in denen Gewissheiten kippen, Bedeutungen instabil werden und Handlungen unter Druck geraten.
Dabei geht es mir nicht um Auflösung oder Erklärung, sondern um Zustände, Ausschnitte und Spannungen, die bestehen bleiben dürfen.

Einige Arbeiten entwickeln sich seriell, andere bleiben eigenständig.
Serielle Projekte ermöglichen es, Figuren, Räume oder Themen über längere Zeit in wechselnden Konstellationen zu begleiten.
Einzelne Texte, Bilder oder Fragmente entstehen aus einer Verdichtung, die für sich stehen kann – ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Fortsetzung.

Meine Arbeitsweise ist von Latenz geprägt.
Ideen können bewusst ruhen, während andere Projekte im Vordergrund stehen.
Oft zeigt sich erst zeitversetzt, welche Form eine Wahrnehmung tragen kann – manchmal innerhalb eines bestehenden Konzepts, manchmal in einem anderen Medium oder Zusammenhang.

Ich arbeite mit klaren äußeren Strukturen, um diese Offenheit zu ermöglichen.
Rahmen, Umfang und formale Setzungen werden definiert, bevor sich Inhalte konkretisieren.
Innerhalb dieses Rahmens bleibt der Prozess offen, intuitiv und responsiv.

Berufliche Erfahrungen außerhalb der Literatur – unter anderem in technischen, organisatorischen und beratenden Kontexten – prägen meinen Blick auf Systeme, Abläufe und Abhängigkeiten.
Ebenso fließen Erfahrungen aus der Arbeit mit Menschen in belastenden Situationen in meine Arbeiten ein.

Ich nutze KI als Werkzeug in diesem Prozess.
Nicht zur Automatisierung von Inhalten oder zur Auslagerung von Entscheidungen, sondern zur Reflexion, Strukturierung und zur Prüfung von Konzepten und Formen.
Die Verantwortung für Inhalt, Haltung und Sprache liegt vollständig bei mir.

Kurz & sachlich

Name: Günter Schaden
Arbeitet an: der Thriller-Serie Schattenlicht sowie an eigenständigen literarischen und visuellen Projekten
Schreibt: Romane, Kurzprosa, Miniaturen, visuelle Arbeiten