Ich wurde 1971 in Wien geboren und lebe und arbeite dort.
Ich arbeite von Szenen, Bildern, Beobachtungen und Irritationen aus. Manche Texte beginnen mit einer Figur in einer Situation, andere mit einem Gedanken oder einem Bild, das bleibt. Daraus entstehen Erzählungen, Essays, analytische Texte und visuelle Arbeiten.
In meinen Erzählungen werden Figuren, Beziehungen und Situationen nicht vollständig erklärt, bevor sie wirksam werden. Zusammenhänge entstehen aus Handlung, Wahrnehmung und nachträglicher Kontextbildung. Spätere Informationen können das bereits Wahrgenommene verschieben, ohne es abschließend aufzulösen.
Analytische Arbeiten beginnen ebenfalls mit einer Beobachtung oder Irritation. Sie unterscheiden Begriffe, prüfen Annahmen und stellen mögliche Erklärungen gegeneinander. Der persönliche Ausgangspunkt bleibt dabei als Wahrnehmungsort sichtbar.
Bilder sind für mich eigenständige Wahrnehmungsräume. Sie können Zustände tragen, ohne sie einordnen oder ausdeuten zu müssen. Manche Wahrnehmungen sind zu konkret für Abstraktion und zugleich zu ambivalent für eine eindeutige Argumentation.
Form und Struktur entstehen im Verlauf der Arbeit. Nicht jede Bewegung braucht ein Ereignis, nicht jede Bedeutung eine eindeutige Richtung. Manche Projekte wachsen über längere Zeiträume; andere bleiben kurz, fragmentarisch oder offen.
Im Essay Schreiben als Wahrnehmung geht es um Texte, die ihre Deutung offen halten.

Kurz & sachlich
Name: Günter Schaden
Arbeitet an: literarischen, analytischen und visuellen Projekten
Schreibt: Romane, Kurzprosa, Miniaturen, visuelle Arbeiten