Journal

  • Eine Leserunde als Resonanzraum

    Als ich die Leserunde zu meinem Geschichtenband Ein bisschen daneben ist auch ein Ort gestartet habe, erwartete ich Rückmeldungen zu den Texten: Gefallen, Nicht-Gefallen, einzelne Lieblingsgeschichten, vielleicht Irritationen. Bekommen habe ich etwas anderes: ein genaueres Bild davon, wie unterschiedlich Leserinnen und Leser an ein Buch herantreten, bevor sie überhaupt die erste Seite lesen. Am Ende…

  • Wenn aus einem Thriller eine Erzählung wird

    Der Text beschreibt, wie sich *Im Einsatz* bei der Überarbeitung von einem stärker als Thriller angelegten Projekt zu einer Erzählung verschoben hat. Er zeigt, wie Titel, Gattungsbezeichnung und Klappentext den Lesevertrag verändern und den Blick von der Eskalation auf den Zustand der Figur lenken.

  • Warum es jetzt englische Texte auf dieser Website gibt

    Der Essay erklärt, warum auf der zuvor ausschließlich deutschsprachigen Website inzwischen auch englische Texte erscheinen. Er beschreibt Übersetzung nicht als wortgetreue Übertragung oder Internationalisierungsstrategie, sondern als erneutes Schreiben in einem zusätzlichen Sprach- und Wahrnehmungsraum.

  • Warum mein Schreiben blockiert war – und warum das Problem nicht im Text lag

    Der Essay beschreibt eine Schreibblockade, deren Ursache nicht in einzelnen Sätzen oder Szenen lag, sondern in einem inkohärenten Handlungssystem. Er zeigt, wie klare Abläufe, Zuständigkeiten und begrenzte Handlungsoptionen einer Figur das Schreiben wieder möglich machen.

  • Vom falschen Übergang zum richtigen Bruch

    Der Essay beschreibt die Überarbeitung eines vermeintlich zu harten Kapitelschnitts, der sich zunächst wie eine fehlende Verbindung anfühlte. Er zeigt, wie die Lösung nicht in einer zusätzlichen Übergangsszene lag, sondern in einem klar gesetzten Bruch zwischen zwei Zuständen der Figur.

  • Wenn Buchstaben Löcher bekommen

    Der Essay beschreibt, wie minimale Druckfehler in einzelnen Buchstaben die ruhige Gestaltung von *Nähe unter Druck* stören. Er untersucht, wie sich typografische Arbeit im Self-Publishing von kontrollierter Gestaltung zu einer Annäherung an einen technisch nur begrenzt beherrschbaren Druckprozess verschiebt.

  • Wie Handlung aus Figur und Situation entsteht

    Der Essay beschreibt eine Schreibweise, bei der Handlung nicht aus einem vorab geplanten Plot, sondern aus der Wechselwirkung zwischen Figur, Situation und begrenzten Handlungsmöglichkeiten entsteht. Er zeigt, wie Szenarien Bedingungen setzen, Figuren darauf reagieren und sich daraus Schritt für Schritt eine Geschichte entwickelt.

  • Sprach-KI als „Cold Reader“

    Der Essay beschreibt Sprach-KI als eine Form des „Cold Readers“, die beim Lesen versucht, räumliche, zeitliche und motivationale Kohärenz herzustellen. Er zeigt, wie gerade ihre plausiblen Fehlinterpretationen sichtbar machen können, an welchen Stellen ein Text den Leser zu eigener Rekonstruktion zwingt.

  • Schreiben ist Nähe. Redigieren ist Distanz.

    Der Essay beschreibt Schreiben als einen Zustand großer Nähe zur Wahrnehmung und Redigieren als bewusste Distanz zum entstandenen Text. Er zeigt, warum Überarbeitung nicht durch stärkere Sprache, sondern durch Streichen, Präzisierung und Vertrauen in die Szene entsteht.

  • Aus zwei Projekten ist eine Galerie geworden

    Der Essay beschreibt, wie zwei nach unterschiedlichen Wahrnehmungshaltungen geordnete Bildprojekte in einer offenen Galerie zusammengeführt wurden. Er untersucht, wie Kategorien die Betrachtung bereits vorprägen und was entsteht, wenn Bilder ohne vorab zugewiesene Wirkung für sich stehen dürfen.