Beziehung & Kommunikation

  • Eine Leserunde als Resonanzraum

    Als ich die Leserunde zu meinem Geschichtenband Ein bisschen daneben ist auch ein Ort gestartet habe, erwartete ich Rückmeldungen zu den Texten: Gefallen, Nicht-Gefallen, einzelne Lieblingsgeschichten, vielleicht Irritationen. Bekommen habe ich etwas anderes: ein genaueres Bild davon, wie unterschiedlich Leserinnen und Leser an ein Buch herantreten, bevor sie überhaupt die erste Seite lesen. Am Ende…

  • Affektive Vorabklärung dysfunktionaler Bindungsangebote

    Zwei Menschen legen einander schon zu Beginn offen, welche Bindungsmuster ihre Anziehung und ihren späteren Rückzug bestimmen werden. Der Text zeigt, wie selbst präzise Selbsterkenntnis eine dysfunktionale Beziehung nicht verhindert, sondern beinahe zu ihrem gemeinsamen Drehbuch werden kann.

  • Die Koksnase als kategoriales Problem

    Ein Vater versucht, die Frage seines Sohnes nach einer „Koksnase“ durch eine begriffliche Unterscheidung zu ordnen.

  • Das Tier mit Begründungspflicht

    Der Essay beginnt mit dem Bild eines Hundes, der seinem eigenen Schwanz nachjagt, und überträgt diese Kreisbewegung auf menschliches Handeln. Er untersucht, wie Bewusstsein unsere Impulse nicht beseitigt, sondern sie nachträglich erklärungs-, rechtfertigungs- und bewertungsbedürftig macht.

  • Meerschweinchen und das Universum

    Der Essay vergleicht menschliche emotionale Reaktionen mit den plötzlichen, körperlichen Bewegungen von Meerschweinchen. Er untersucht, wie Angst, Freude, Konflikt und Beruhigung weniger als Unordnung denn als Ausdruck eines lebendigen Systems verstanden werden können.

  • Das Missverständnis relationaler Wirkung

    Der Essay untersucht eine wiederkehrende Irritation, bei der eine klare Grenze durch ihre anschließende Erklärung unbeabsichtigt wieder als offener Beziehungsprozess gelesen wird. Er zeigt, wie koordinative und relationale Kommunikationslogiken dieselbe Äußerung unterschiedlich deuten und daraus ein struktureller Konflikt entsteht.

  • Drum prüfe, wer sich ewig bindet

    Der Essay nimmt Schillers Satz „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ zum Ausgangspunkt, um Bindung zwischen historischer Lebensform, biologischer Prägung und moderner Wahlfreiheit zu betrachten. Er untersucht, wie sich Nähe von einer eingebetteten sozialen Praxis zu einer verdichteten, dauerhaft zu prüfenden Entscheidung verschoben haben könnte.

  • Zwischen innerer Intensität und äußerer Wirklichkeit

    Der Essay beschreibt eine intensive innere Wahrnehmungswelt, für die äußere Realität als Regulations- und Entlastungsraum notwendig ist. Er untersucht, warum Beziehung diesen Raum überfordern kann und weshalb Nähe für den Autor nur mit Abstand, Eigenständigkeit und begrenzter gegenseitiger Vereinnahmung tragfähig bleibt.