Schreiben & Redigieren

  • Von der Selbstkontrolle zur Entscheidung

    Der Essay beschreibt, wie eine umfangreiche Projektdokumentation ihre Funktion verliert, sobald die zugrunde liegende Arbeitsweise nicht mehr auf formale Selbstkontrolle angewiesen ist. Er untersucht, wie Reduktion, innere Haltung und wenige tragfähige Ankerpunkte Verwaltung durch tatsächliche Entscheidung ersetzen.

  • Leserhythmus, Weißraum

    Beim Überarbeiten des Geschichtenbands ist mir etwas aufgefallen, das ich vorher so nicht gesehen habe. Die Texte für sich funktionieren, auch ihre Abfolge ist bewusst gewählt. Und doch habe ich beim Lesen gemerkt, dass sich über Strecke eine Überforderung einstellt – nicht inhaltlich, sondern im Rhythmus. Ich habe gespürt, dass mir als Leser stellenweise kein…

  • KI-Modelle und der vertraute Abbruch von Kohärenz

    Der Essay beschreibt den plötzlichen Moment, in dem eine zuvor stimmige Zusammenarbeit mit KI-Modellen ihre innere Kohärenz verliert. Er untersucht, warum solche Brüche nicht nur als technisches Versagen erscheinen, sondern als Schwellen, an denen implizite Regeln nicht mehr tragen und explizite Entscheidungen notwendig werden.

  • Schreiben als Wahrnehmung

    Der Essay beschreibt Schreiben als Ausdruck einer grundsätzlich ambivalenten, perspektivischen Wahrnehmung der Welt. Er untersucht, warum Literatur Fremdheit, Widerspruch und Unsicherheit nicht auflösen muss und weshalb moralische Eindeutigkeit oder Erlösung diese Erfahrung eher verfälschen würden.

  • Zwischen zwei Büchern

    Ein Probeexemplar ist bestellt.Es ist einer dieser Momente, in denen etwas abgeschlossen ist, ohne schon greifbar zu sein. Die Arbeit daran liegt hinter mir, das Ergebnis noch außerhalb meines Blickfelds. Was jetzt kommt, entzieht sich meiner Kontrolle – zumindest vorerst. Gleichzeitig liegen andere Dateien offen.Ein anderes Buch ist noch ganz nah. Cover und Manuskript sind…

  • Zwischen Präzision und Chaos: Wie zwei Schreibwelten gleichzeitig existieren können

    Gerade arbeite ich an zwei völlig unterschiedlichen Schreibprozessen, und manchmal fühle ich mich dabei wie jemand, der gleichzeitig ein Uhrwerk repariert und ein Lagerfeuer entfacht. Auf der einen Seite sitze ich am Miniaturenband:Texte kuratieren, feilen, erweitern, verkürzen, rhythmisieren.Jeder Satz wird gewogen, jede Nuance überlegt.Es ist Arbeit mit Pinzette und Lupe – präzise, konzentriert, fast meditativ.Ein…

  • Wie viel Licht braucht Orientierung?

    Eine Notiz über Klang, Dämmerung und das Schreiben zwischen zwei Projekten. Ich wollte wissen, wie still ein Wald wirklich ist, bevor der Tag beginnt.Wie weit Geräusche tragen, wenn vollkommene Stille herrscht.Wie früh das Auge merkt, dass Licht kommt – noch bevor die Sonne sichtbar wird. Mit jedem Schritt verschiebt sich die Grenze zwischen Dunkel und…